photokina: 18.–21.05.2022 #photokina

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Zukunft jetzt! – Mein Bild für die Expo 2020 - Die Gewinner

Wir freuen uns Ihnen die Gewinnerbilder des Jugendfotowettbewerbs „Zukunft jetzt! – Mein Bild für die Expo 2020“ präsentieren zu können!

Was passiert, wenn wir nichts ändern? Wird aus den Rückbleibseln der Menschen (Müll etc.) mehr und der Mensch geht mit zugrunde?

Bild aus der Fotostrecke: DON´T BAG ME. Hier soll niemand ermahnt werden, es wird dir auch nicht auf deine Fingerchen geschlagen oder prüfend über die Schulter geschaut, niemand hebt ermahnend seinen Zeigefinger und auch ich ziehe nicht meine Augenbraue hoch, um über dich zu urteilen. Nein! Was wir hier sehen, ist was wir sehen. Morgens auf dem Weg zur Bahn, in der Mittagspause oder beim Joggen, in Neukölln und Mitte, beim Spazieren und Autofahren, beim Warten, Stehen, Radeln, Essenbestellen, auf dem Nachhauseweg, in Deutschland und der Welt, beim Telefonieren, Facetimen und beim Shoppen. Was wir hier sehen, ist was wir draußen sehen. Was wir hier sehen, ist was wir überall sehen und doch nicht sehen. Wie etwas so künstliches für uns etwas so alltägliches geworden ist, dem wir kaum noch Beachtung schenken. Dennoch befinden wir uns in einer super spannenden Entscheidungsphase: Wir sind entweder die Generation, die den Planeten retten oder ihn zerstören wird.

Immer häufiger fallen mir Menschen auf, welche nicht durch spezielle, große und geplante Aktionen, sondern durch alltägliche, vermeintlich kleine, aber bewusste Entscheidungen einen Beitrag dazu leisten, unsere Umwelt zu erhalten und zu schützen. Sei es zum Beispiel der Griff zu den unverpackten Tomaten im Supermarkt oder das Mitbringen einer Stofftasche für den Einkauf, sodass keine Plastiktüte mehr dafür benötigt wird. Meiner Meinung nach haben genau diese unscheinbaren Dinge aufgrund ihrer einfachen und regelmäßigen Umsetzbarkeit großes Potential, obwohl sie oft nicht wahrgenommen oder wertgeschätzt werden. Denn Maßnahmen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind umso effektiver, je öfter sie umgesetzt werden und je mehr Menschen sich daran beteiligen. Aus diesem Grund möchte ich auf meinem Bild keine einzelne Person, sondern durch die Hände stellvertretend alle Menschen abbilden, die versuchen, Nachhaltigkeit und Umweltschutz täglich in ihr Leben zu integrieren und unsere Welt dadurch in kleinen Schritten, aber langfristig und effektiv besser machen.

Wir, Mischa Behrend und Julius Meyerhoff, haben das Projekt zusammen als zwei Fotografen begleitet und reichen hiermit dieses Projekt als gemeinsame Arbeit ein. An einem Samstag Abend begleiten wir unsere Klassenkameradin Berit beim Containern. Hin und wieder geht sie am Wochenende Containern, um von Supermärkten weggeworfene, jedoch noch essbare Lebensmittel zu sammeln, da ihrer Meinung nach viel zu viele frische Lebensmittel im Müll landen. Jährlich werden in Deutschland 18Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen. (WWF)

Bei den meisten Supermärkten treffen wir auf Flutlicht und Kameras, die die Müllplätze überwachen. Einige Mülltonnen sind sogar eingezäunt, abgeschlossen und unerreichbar. Dies liegt daran, dass Containern in Deutschland nicht legal ist, da der Müll zum Eigentum des Supermarktes gehört und daher auch strafrechtlich verfolgt werden kann. Auch wenn es Berit bewusst ist hier etwas illegales zu tun, sieht sie hier das größere Verbrechen auf Seiten der Supermärkte, welche die Lebensmittel wegwerfen und nicht an z.B. die Tafel spenden.

Luxus- und Konsumverhalten.

Handaufzucht beim Waldrappteam - Die beinahe ausgestorbene Zugvogelart wird bei dem Artenschutzprojekt an menschliche Zieheltern und ein Ultraleicht Flugzeug trainiert, sodass die Tiere ihre Zugroute wieder erlernen können und die Ibisart durch die Wiederansiedelung eine neue Chance bekommt.

Eigentlich ist Schmied ein fast ausgestorbener Beruf. Um die Mühle so zu erhalten wie sie ist, gibt es jedoch noch einen ehrenamtlichen Schmied in der Mühlengemeinschaft. Fallen Metallarbeiten an, wird der Schmied um Hilfe gebeten. Altes Metall wird wiederverwendet und neu verarbeitet - Recycling so zusagen.

Zusammen Stärke erweisen.

Das Bild zeigt eine im Rahmen des Kunststudiums entstandene Wandinstallation. Ich sammelte "Unkraut" auf den Wiesen des Universitätsgeländes; Pflanzen, die regelmäßig abgemäht wurden - und installierte in einem Projektraum eine Wand aus dem Naturmaterial. Die Betrachter waren zu einer neuen Begegnung mit dem ansonsten als störend empfundenem Material eingeladen - und zu einer genauen Wahrnehmung seiner Besonderheiten aufgerufen.

Auf dem Foto sieht man die "Essensreste" die entstehen, wenn man bei Burger King gespeist hat.

Ich war einmal Reisschrot. Dieses Fahrradpedal besteht aus Reisschrot und Abfällen, die bei der Produktion von Reis entstehen. Es ist nässeresistent, sehr stabil und langlebig. Hochschulprojekt: "Ich war einmal..."Die Aufgabe bestand darin, re- oder upgecycelte Produkte fotografisch in Szene zu setzen. Dabei mussten die Produkte oder Objekte selbstständig recherchiert und dokumentiert werden.

Dieses Bild habe ich geschossen, um einen erfolgreichen Protest gegen die Abholzung eines Waldstücks zu dokumentieren. Die Bäume sollten für einen Parkplatz gefällt werden, doch da so viele Menschen dagegen protestierten, wurde die Entscheidung geändert. Umweltaktivisten hatten die Bäume mit Herzen verziert und mit Kreuzen bemalt, um die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken und es klappte. Ich finde diese Geschichte sehr inspirierend und will mit meinen Bildern diese Hoffnung auf eine bessere und nachhaltigere Welt verbreiten.

Hier sieht man uns bei der ehrenamtlichen Kopfweidenpflege für die Natur im Namen des Naturschutzbundes (NABU). Jedes Jahr im Winter sind wir Samstags aktiv und schneiden die Kopfweiden an den Rheinwiesen. Ende letzten Jahres habe ich dieses Drohnen-Foto aufgenommen, während einer unserer Aktiven in der Baumkrone die Kopfweide zurückschneidet.

Keine Kohle für die Kohle.

Zurück von der Gartenarbeit, Schattenspiel in der Abendsonne.

Ina hat in Chemnitz den ersten und einzigen Unverpacktladen ins Leben gerufen. Es wird vegan mit Bio Zutaten von einem Bauernhof gekocht und gebacken. So zeigt sie, dass es eigentlich kein Problem sein sollte den zero waste lifestyle umzusetzen und inspiriert mehr und mehr Leute dazu mehr auf ihr Konsumverhalten zu achten. Außerdem zeigt sie, dass vegan auch echt lecker sein kann und keinesfalls Verzicht bedeutet.