photokina: 26.–29.09.2018 08.–11.05.2019

#photokina

Make-over für Instagram

Instagram ist riesig: Die weltweit größte zusammenhängende Gemeinschaft von Menschen, die Fotografie als Teil ihres persönlichen Ausdrucks betrachten. Natürlich ist auch die photokina mit einem eigenen Kanal auf Instagram vertreten – um zu zeigen, wie sich die Fotografie weiterentwickelt und natürlich Lust darauf zu machen, zur photokina nach Köln zu kommen. Damit das gelingt, brauchte der Kanal ein professionelles Make-over. Dafür hat sich die photokina mit Michael Schulz von @berlinstagram einen echten Experten an die Seite geholt. 

Im Interview erzählen Christoph Menke, Director der photokina, und Michael Schulz, wie es zu der Zusammenarbeit kam.

Erzählt mal, wie alles anfing!

Christoph Menke: Im Sommer 2017 wurde in einem Fotofachmagazin das Huawei P9 mit eingebauter Dual-Kamera von Leica mit der spiegellosen Q Kamera von Leica verglichen, indem dasselbe Motiv mit beiden Kameras aufgenommen wurde. Der Mann „hinter dem Smartphone“ war Michael. In dem Artikel wurde sein Werdegang skizziert: Vom Instagramer der ersten Stunde zum professionellen Fotografen und Kommunikationsberater. Gepaart mit einer halben Million Instagram Follower war er deshalb für uns ein interessanter Kandidat, um als Multiplikator eine Zielgruppe zu erreichen, die für die photokina zukünftig immer wichtiger wird. 

Michael Schulz: Bei mir stieß die Anfrage der photokina auf offene Augen und Ohren. Im Jahr 2014 habe ich bereits mit der Messe im Rahmen eines Instagram-Takeover gearbeitet. Die photokina habe ich natürlich in guter Erinnerung behalten und freute mich, als das Team jetzt erneut mit mir ins Gespräch kommen wollte. Ich erhalte täglich viele Anfragen und werde in diesen meist als Influencer auf die Anzahl meiner Follower reduziert. Dabei bietet Social Media so viel Potential, authentische Inhalte zu entwickeln, die einem Unternehmen und seiner Zielgruppe gleichfalls Mehrwerte bieten. Dass die photokina das erkannt hat und hier ansetzen wollte, war für mich vom ersten Moment an sehr reizvoll. 

Ursprünglich ging es ja eher um eine inhaltliche Kooperation. Wie kam es dann zum Relaunch des Kanals?

Christoph Menke: Von unserem ersten persönlichen Treffen in Köln ist bei mir am stärksten hängengeblieben, dass Michael sagte, wie wenig er den Begriff „Influencer“ mag. In einer Phase, in der wir uns als Messe durchaus kritisch mit dem Thema Influencer Marketing und Relations beschäftigen, traf das einen Nerv und ermöglichte gleichzeitig eine andere Herangehensweise an die Zusammenarbeit. Michaels Kernaussage war: Bevor wir über einzelne Postings oder Aktionen für Instagram sprechen, lasst uns doch erstmal grundsätzlich anschauen, wie euer Instagram-Kanal funktionieren kann.  

Michael Schulz: Gemeinsam mit meinem Geschäftspartner Stephan Hamacher habe ich mir den Instagram-Kanal der photokina und festgestellt, dass bisher so etwas wie ein Konzept oder eine Content-Strategie speziell für diesen Kanal fehlte. Gleichzeitig erkannten wir das Potential, ihn zu einer Plattform für ansprechenden, unterhaltsamen und informativen Content rund um das Thema Fotografie und Videografie zu machen - und zwar Marken- und Technologie-übergreifend.

Michael, ihr habt im Juni die Content-Kreation für den Kanal übernommen. Wie sieht das Konzept denn jetzt genau aus?

Michael Schulz: Auf Instagram hat sich eine Vielfalt von Sub-Communities gebildet, die jeweils ihr eigenes Thema gefunden haben. Wir werden als Serie aus diesen Communities jeweils eine Fotografin oder einen Fotografen auswählen und diese(n) im Instagram-Kanal der photokina vorstellen. Bei allen Unterschieden zwischen den Charakteren und Stilen wird es eine eindeutige inhaltliche Klammer geben: Es geht um die Fotos, die Geschichten hinter diesen, die Arbeitstechnik, das Equipment und den persönlichen Bezug zur Fotografie. Im Detail erfährt man dann auf der photokina selbst mehr über die Arbeit dieser Fotografinnen und Fotografen, weil sie dort Vorträge halten oder Workshops anbieten.  

Christoph, wo siehst du die größte Stärke eurer Zusammenarbeit?

Christoph Menke: Zum einen können wir so auch außerhalb der Messe hochwertige Inhalte anbieten, die zur Auseinandersetzung mit dem Medium Bild anregen. Zum anderen möchten wir mit diversen Vorurteilen aufräumen, wie beispielsweise, dass in den sozialen Netzwerken keine „ernsthafte“ Fotografie betrieben wird, dass die photokina nur für hauptberufliche Fotografen spannend ist oder dass mit dem Smartphone keine hochwertigen Aufnahmen möglich sind.

Die Botschaft ist: Unabhängig von der Technik und Technologie, die zur Aufnahme, Bildbearbeitung oder Präsentation von Bildern genutzt werden, können diese emotional berühren, authentisch dokumentieren oder künstlerisch wertvoll sein. 

Hier geht’s zum Instagram-Kanal der photokina.  Und hier zu @berlinstagram.