photokina: 18.–21.05.2022 #photokina

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Mehr als Smartphone & Kamera: Imaging als Wirtschaftsfaktor

Künstliche Intelligenz

Von der klassischen Fotokamera über smarte Alltags-Alleskönner bis hin zur speziellen Lösung für die Forschung: Die Imagingbranche ist allgegenwärtig und prägt unser Leben maßgeblich. Blicken Sie mit uns auf aktuelle und kommende Entwicklungen.

Im Markt für Smartphones ist mächtig Dampf im Kessel. So gingen laut IDC zwar im ersten Quartal 2019 die verkauften Stückzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent auf 310,8 Millionen Stück zurück, absolut gesehen ist dies aber immer noch eine Menge. Interessant ist dabei die Verschiebung der Machtverhältnisse innerhalb des Smartphone-Marktes: Samsung verliert 8,1 Prozent und kommt in Q1/2019 auf 71,9 Millionen Stück, während Huawei mit 59,1 Millionen Stück nicht nur um fast 50 Prozent wächst, sondern weltweit stark aufholt. Apple verliert wiederum etwa 30 Prozent in Q1 und verkaufte nur 36,4 Millionen iPhones.

Die Moral von der Geschichte: Verbraucher in aller Welt lieben Innovationen, die ihnen echte Vorteile bieten. Das hat Huawei verstanden, setzt konsequent auf diese Strategie und greift mit Breitseite auch die japanische und koreanische TV-Elite an: 5G-Fernseher mit 8K-Auflösung stehen dem Vernehmen nach in den Startlöchern und sollen mit den entsprechenden Huawei-Smartphones als Kontrollstation die Streamingwelt neu erfinden.

Maximale Konnektivität dank Smartphone & Bluetooth

Der Smartphone-Markt zeigt exemplarisch die immense Kraft, die die Imagingbranche als weltweiten Wirtschaftsfaktor auszeichnet. Denn eines der wichtigsten Kaufargumente der smarten Alltags-Alleskönner ist die integrierte Kamera, mit der sich das Leben immerwährend festhalten lässt. Verknüpft mit sozialen Netzwerken lassen sich so die persönlichen Erlebnisse sofort mit Freunden und Bekannten teilen.

Überhaupt ist das Thema Konnektivität auch 2020 weiterhin ein absolutes Trendthema. Dies zeigt sich auch bei praktisch allen neu vorgestellten Kameras des Jahres 2019. Die Verbindung via Bluetooth mit dem Smartphone ist gelebter Alltag und erlaubt die Verbreitung der aufgenommenen Bilder im World Wide Web.

Spiegellose Kameras im Trend

Apropos Kamerabranche. Hier zeigt sich weiterhin eine erfreuliche Entwicklung im Bereich der spiegellosen Systemkameras mit Wechselobjektivanschluss. Im vergangenen Jahr haben sie die klassische Spiegelreflex in der Gunst überholt und überzeugen immer mehr Konsumenten. Die in Japan vor über zehn Jahren gestartete Kamerarevolution wird nun zum weltweiten Boom – und zum Hoffnungsträger der Branche, die in der Vergangenheit den einen oder anderen Dämpfer verkraften musste. Doch es zeigt sich: Die Hersteller hören den Konsumenten zu und passen ihre Produkte entsprechend an. So dürfen wir uns – gerade im Jahr der olympischen Spiele in Japan – auch über einige spannende Neuheiten freuen.

Künstliche Intelligenz im Imaging

Ein nicht nur für die Kamerabranche relevantes Thema ist dabei die künstliche Intelligenz – kurz KI. Diese kommt in immer mehr Bereichen zum Einsatz und bringt ganz neue Möglichkeiten mit sich. Etwa in der Forschung, in der mithilfe von KI und speziellen Linsen zum Beispiel Röntgenaufnahmen präziser ausgewertet werden können. Ebenfalls ein absolutes Topthema für die Imaging-Branche ist die autonome Mobilität. Elementare Bestandteile sind hier insbesondere Kameras, Sensoren und Software, also die Hauptpfeiler der Imaging-Branche. Trotzdem – oder gerade deswegen – lohnt es sich immer mal wieder, die Augen auf diesen Bereich zu richten.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz bietet der Imagingbranche ganz neue Möglichkeiten.

Ein Beispiel ist der Smart Mobility Summit in Tel Aviv. Dort werden in aktuellen Projekten konventionelle Sensoren mit Kameras, Software und künstlicher Intelligenz kombiniert. Dabei kommen dann Anwendungen heraus wie Intelligent Traffic Control von Microsoft und Nvidia, das für bessere Staudaten sorgen soll oder das Start-up Adasky, die mit Infrarotkameras arbeiten, um kleinste Bewegungen zu erfassen und so eine Hauptrolle beim autonomen Fahren spielen wollen.

Eine andere Firma präsentierte indes einen Sensor, der im Auto oder auch anderswo eingebaut ist und Verblüffendes kann: Rein optisch – und damit berührungslos – erfasst er auch auf große Entfernungen hin Gesundheitswerte von Menschen wie etwa den Blutdruck, die Herzfrequenz oder die Atmung. Außerdem kann er die Alkoholkonzentration im Blut messen. All diese Technologien haben ihren Ursprung in der Kameratechnik. Dies zeigt eindrucksvoll: Die Imagingbranche entwickelt deutlich mehr als nur Kameras und Objektive für den Endkonsumenten, sondern sie ist auch in hochmodernen Bereichen ein essenzieller Bestandteil mit schier grenzenlosen Möglichkeiten.