photokina: 26.–29.09.2018 08.–11.05.2019

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Ohne Bild keine Botschaft

Bilder wirken: Im digitalen Marketing sorgen visuelle Elemente für mehr Reichweite und Aufmerksamkeit. Wie Verantwortliche die richtigen Fotos finden und für den eigenen Markenauftritt nutzen.

Der Kampf um die Aufmerksamkeit wird immer vielfältiger und intensiver: Neben den althergebrachten Marketingkanälen öffnen sich immer neue digitale Kommunikationsmöglichkeiten – sei es Facebook, Instagram oder bald auch WhatsApp. Ohne die richtige Optik gehen die meisten Botschaften dabei schnell unter. Visuelle Elemente unterstützen das Marketing und können das Bild einer Marke entscheidend prägen. Der Zugang zu einer Vielzahl von originellen und unverbrauchten Motiven war wahrscheinlich nie einfacher als heute – dafür müssen aber Marketingverantwortliche bei der Bildersuche im Netz neues Wissen mitbringen.

Massig Auswahl

Bildersuche und Bildrecht

Bildersuche und Bildrecht

Wenn die kreative Idee steht, aber ein eigenes Fotoshooting vermieden werden soll, beginnt die Suche nach der visuellen Nadel im Heuhaufen. Zahlreiche Datenbanken im Netz bilden den Ausgangspunkt für die Suche nach dem passenden Motiv. Anbieter wie iStocks aus dem Getty-Konzern werben mit Millionen an Bildern von mehr als 160.000 Urhebern, Adobe hat Bilder aus dem vor gut drei Jahren übernommen Dienst Fotolia bei „Adobe Stock“ integriert. Dazu kommen nicht direkt auf kommerziellen Nutzen ausgerichtete Plattformen wie Pixabay oder Flickr. Und nicht zuletzt bietet Google auch eine Profiversion seiner Bildersuche – die fördert zum Teil auch Ergebnisse aus anderen Datenbanken zu Tage. Der Vorteil: Marketingexperten können die Suche direkt auf Fotos mit einer Erlaubnis für den kommerziellen Einsatz einschränken (Zur erweiterten Bildersuche von google).

Credits statt Cash

Denn hier ist Vorsicht gefragt: Nur mit der passenden Lizenz dürfen die Bilder auch von Unternehmen verwendet werden. Die großen Plattformen bieten dabei Standardverträge an, die den Einsatz rechtssicher regeln. Ganz bleibt dem Marketingverantwortlichen der Blick in die Bedingungen jedoch nicht erspart: Einige einfachen Lizenzen sind auf eine bestimmte Druckauflage beschränkt. Manchmal ist der Einsatz der Fotos zeitlich beschränkt. Andere lassen den Einsatz in sozialen Netzwerken nicht zu – weil die Fotos dort von vielen Nutzern weiterverbreitet werden. Wünschenswert aus Marketingsicht, aber eben nicht immer automatisch erlaubt.

In den meisten Fällen gibt es jedoch – natürlich gegen zusätzliche Zahlungen – Optionen, die auch den gewünschten Einsatzzweck ermöglichen. Als Zahlungsmittel auf den Plattformen kommt dabei häufig der sogenannte Credit ins Spiel: Bei iStock kostet ein Credit beispielsweise ab acht Euro und wird billiger, je mehr Einheiten der Nutzer auf einmal umtauscht. Alternativ zum Einzelkauf per Guthaben bieten viele Plattformen Abo-Modelle an, bei denen je nach Umfang eine bestimmte Anzahl an Bildern pro Monat inklusive sind. In Adobes günstigstem Plan sind zum Beispiel für knapp 30 Euro im Monat zehn Medien enthalten.

Schlaue Schlagworte

Sind die richtigen Bilder gefunden, geht es um den klugen Einsatz im Marketingmix. Mit ein paar einfachen Tricks können so etwa Fotos auf der Homepage auch helfen, das Unternehmen besser bei Suchmaschinen dastehen zu lassen. Kompakte Bildgrößen, sinnvolle und beschreibende Dateinamen sowie die passende Auswahl von Schlagwörtern für den sogenannten „Alt-Tag“ der Bilddateien sorgen dafür, dass etwa Googles Algorithmus die Bilder aktuell gut findet – das kann sich mit jedem Update des Suchmaschinenriesens jedoch ändern.

Weiterführende Informationen:

Ausführliche Übersicht über Lizenzen und Datenbanken, zusammengestellt von der Agentur Textbest.

Wie Bilder klug für die eigene Suchmaschinen-Optimierung eingesetzt werden können, zeigt dieser Gastbeitrag des Unternehmer-Magazins Impulse.